Tuesday, November 21, 2006

Anke die 3te - Von Dallas nach Austin - Shopping und Fast Food

Nach mehrmaligem nächtlichen Feueralarm (SEHR eindringlicher Ton) sind wir am Montag recht früh aufgestanden und auch durchaus früh wieder unterwegs gewesen.

Das Wetter war super, die Sonne schien (laut Wetterbericht soll es die ganze Woche nicht regnen!), ein perfekter Tag also. Der Plan war, an diesem Tag von Dallas nach Ausin zu fahren. Joe wolte unterwegs einen Stopp in Waco einlegen. Er hatte irgendwo gelesen, dass es dort ein historisches Stadtzentrum gäbe, dass wir uns angucken sollten. Nach Konsultation des Reiseführers konnte diese Aussage jedoch nicht bestätigt werden. Also fiel Waco aus.

Das war aber nicht schlimm, denn so hatten wir mehr Zeit für andere Dinge: SHOPPEN!! Dazu waren wir ja bisher leider noch gar nicht gekommen. Unterwegs gabs eine Mall und wir nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Stop. Als wir um 4.30 pm wieder im Auto saßen, waren wir um einige tolle Teile reicher. Und natürlich hungrig. Eines unserer geheimen Vorhaben für diese Woche ist, soviel Fast Food zu essen wie möglich und alle verschiedenen Ketten mal auszuprobieren. Das dient natürlich nur dazu, mir unerfahrenem Milchbrötchen die kulturellen Besonderheiten der USA nahe zu bringen. Joe bringt also ein großes Opfer :)


Um die Ecke gabs Taco Bell. Da ich mexikanisches Essen ja sehr mag und Taco Bell bis dato nicht kannte, fiel die Entscheidung nicht schwer. Also gabs Burritos, Quesadilas, Nachos, etc. Und mein abschließendes Urteil fiel ähnlich aus wie so oft in den letzten Tagen: okay, kann man essen, aber ich kann auch gut ohne. Bzw. dann lieber selbstgemacht und frisch. Und ich kenne ja jemanden, der das kann :)
Gestärkt gings weiter, wir hatten schließlich noch ne ganz schöne Strecke vor uns (wir hatten zu dem Zeitpunkt noch nicht mal ein Viertel der geplanten Strecke geschafft...) Knapp 3 Stunden später (es ging dann doch schneller als geplant) kamen wir in Austin an und bezogen unser neues Zimmer. Da wir morgen ne ganze Menge ansehen wollen hier im Ort, bleiben wir 2 Nächte, bevor wir am Mittwoch weiterfahren nach San Antonio.

Da gestern ja nicht viel passiert ist, weil der Tag im Wesentlichen aus Shoppen und Essen bestand, ist ja noch Zeit für ein paar „kulturwissenschaftliche“ Eindrücke. Ich bin zum ersten Mal in diesem Land und ich hatte natürlich vorher so meine Vorstellungen. Und Vorurteile :)

Als Besucher habe ich zwar immer noch das Gefühl des distanzierten Beobachtens. Mein „Overall-Gefühl“ lässt sichganz einfach (und auch platt) zusammen fassen:
Hier ist einfach alles größer: Die Städte, die Autos, die Portionen, die Menschen. Auch wenn ich diese Aussage schon von vielen anderen gehört habe und sie überhaupt nicht neu ist, trifft sie ziemlich genau ims Schwarze. Und (auch schon 1000mal gehört) – die Leute sind hier alle total nett (jetzt kann man sich natürlich streiten, inwieweit ich das nach knappen 4 Tagen und kaum Kontakt zu Einheimischen beurteilen kann...), jedenfalls auf den ersten (oberflächlichen) Blick. Die Menschen sprühen vor Optimismus. Unglaublich. Ich hab zwar schon oft davon gehört und gelesen, aber es in natura zu erleben, ist doch was komplett anderes. Auch dieser omnipräsente Patriotismus (ich habe hier in den letzten Tagen mehr Fahnen gezählt, als wohl in ganz Deutschland hängen) bietet Anlass zum Staunen. Wie kann man sich so vorbehaltlos und scheinbar unreflektiert hinter die Politik dieses Landes stellen?! Bezeichnend dafür war u.a. die Frage eines Amerikaners bei der Besichtigung der UNO, ob denn Amerika an der Gündung der UNO maßgeblich, bzw. initialisierend beteiligt war. Ob also ein Amerikaner die Idee dazu hatte. Ich traute meinen Ohren kaum! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Frage in Deutschland nicht in der Form gestellt worden wäre. Geärgert hat mich allerdings die Antwort des Guides: Laut Überlieferung hatte Roosevelt wohl die Idee dazu. Und der Name United Nations wurde ihm zu Ehren gewählt, da er unter diesem Namen von der Idee sprach. Er verstarb kurz vor der offiziellen Gründung, konnte die Umsetzung also nicht mehr miterleben. Wieder was gelernt.

Also, zusammenfassend für doe Eindrücke der letzten Tage: ein spannendes, interessantes Land mit netten, offenen Menschen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich hier leben möchte- bisher bin ich vom Essen nicht überzeugt :)

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